Pflegefakten

Richtlinien der Pflegebegutachtung

Wenn Versicherte einen Antrag auf Pflegeleistungen bei ihrer Pflegekasse stellen, beauftragt die Pflegekasse den regional zuständigen MDK mit der Begutachtung. Ein Pflegegutachter des MDK besucht den Versicherten, um festzustellen, ob die Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit gegeben sind und wenn ja, welcher Pflegegrad vorliegt. Zusätzlich prüfen die Gutachter, ob die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln angemessen ist und ob Leistungen zur Prävention oder zur Rehabilitation empfohlen werden sollten.

Die Begutachtungs-Richtlinien bildet die Grundlage für die Begutachtung. Letztendlich dreht sich die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit immer um eine genaue genaue Auslegung dieser Richtlinie. Das tun die Gutachter des MDK, von Medikproof aber wenn ein Sachverständiger für das Sozialgerichttätig wird hat er sich an dieser Richtlinie zur halten. Die allgemeinen Vorgaben des Pflegeversicherungsgesetzes werden in dieser Richtlinie konkretisiert. Die Begutachtungen sollen in ganz Deutschland nach einheitlichen Regeln durchgeführt werden. Die Pflege-Begutachtungs-Richtlinien zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit werden vom GKV-Spitzenverband beschlossen und vom BMG genehmigt.

Seit 1. Januar 2017 gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der die Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit und Fähigkeiten von Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen – dazu zählen vor allem Menschen mit Demenz – stärker berücksichtigt. Die Leistungen der Pflegeversicherung wurden von bisher drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade umgestellt. Umgesetzt wird der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff durch ein umfassendes Begutachtungsinstrument.